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Kissen & Kultur
In dem Wort Diwaniya steckt ein Stück Sitzkultur,
der Diwan, das niedrige Sofa ohne Rückenlehne. Die Diwaniya
ist ein mit Polsterbänken und Sitzkissen ausgestatteter Raum
in den vornehmen Häusern Kuwaits. Darin sitzen abends die Herren
der Schöpfung, trinken süßen Tee und würzigen
Kardamom-Kaffee aus winzigen Täßchen und reden über
Gott und die Welt - vor allem über Politik.
Es gibt viele Diwaniyas in dem kleinen, superreichen
Golfstaat Kuwait. In diesen Debattierklubs geht es munter zu, schließlich
werden hier die politischen Vorgaben diskutiert, die später
im Parlament entschieden werden. Wieder
da: Kuwait 2003.
Man kann eigentlich nicht viel anders, als diesem
Land zwiespältig gegenüber zu stehen. Im Winter kuehl,
Im Sommer heiß. Einreisebeamte an der Grenze zur Unfreundichkeit,
alteingesessene Kuwaitis bei abendlichen Diwaniyah - Einladungen
grenzenlos freundlich.
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Unwirklich flach, dünn besiedelt und wenig sehenswert im Umfeld
der Hauptstadt - grüne Parks, Gartenanlagen, Alleen, furturistische
Bauwerke und traditionelle Architektur in Kuwait City selbst. Ein
Land der Gegensätze. Versteckt, verträumt, vertrackt und
- eigentlich- traumhaft. In jeder Beziehung. Geschichte, Kultur,
Tradition und Moderne geben sich hier ein Stelldichein - wie überall
am Golf.
Nur: woanders geniesst man diese Atmosphäre mit eineigen tausend
anderen Touristen, hier mit einigen Dutzend. Welcome to Kuwait.
Strand, Sand, Sonne & Souqs. Lawrence von Arabien hätte
sich hier wohlgefühlt.
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